Mittwoch, 30. Oktober 2019
"Vergänglichkeit"
In der Woche von Allerheiligen feiere ich das Jahreskreisfest "Abschied und Tod" - zu keiner anderen (Jahres)zeit bin ich der "Vergänglichkeit" näher als im Monat November und ich mag den Herbst und diese Zeit so sehr wie den Frühling....

Ich sitze (nicht nur im November) jeden Tag lange draußen und heute hab' ich ein wunderschönes Bild zum Thema "Vergänglichkeit" geschenkt bekommen - es zeigte mir Loslassen und Hingabe in "natürlicher Vollendung":

"Ein Blatt, das von einem Baum fällt - sacht und leise, ohne ein sich sträuben oder wehren, berührt vom Wind und sanft zu Boden segelnd - in Stille von der Erde empfangen - es fühlte sich sehr "getragen und behütet" an..."



Ich fragte mich, warum das Loslassen manchmal schwer fällt und dabei entstand ein anderes (inneres) Bild:
"Menschen, die um Bäume stehen und versuchen, die Blätter festzubinden oder anzukleben..."
In diesem Bild spiegelt sich die "Sinnlosigkeit" entgegen dem "Natürlichen" zu handeln in aller Deutlichkeit und mir wurde nochmal mehr bewusst, dass das "Natürliche" und das "Normale/Übliche" meistens Welten trennen.....

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Montag, 28. Oktober 2019
Abschied
....ein Mensch, der mir sehr ans Herz gewachsen ist und dem ich mich sehr verbunden fühle, hat mir seinen Abschied mitgeteilt.
Warum oder wozu - ich weiß es nicht wirklich.... vielleicht wollte er etwas damit "klarstellen", vielleicht wollte er mir mitteilen, wo(rin) er sich gerade bewegt...ich weiß auch nicht, was das "sich verabschieden" für ihn tatsächlich bedeutet...

Ich empfand Freude und Erleichterung bei seinen Worten.
Bewegung statt Stagnation, Entscheidung statt Ausharren....ich konnte die Energie darin spüren.

Alles, wovon wir uns verabschieden, macht Platz für "Neues" - wir wissen vorher nicht, was kommt (manchmal können wir es erahnen, manchmal tappen wir völlig im Dunklen).

Ich weiß, dass das Wesentliche nie verloren geht - und so fühle ich das "Reinigende" darin, die "Läuterung"....gleich welchen Ausgang es nimmt und welche "Gestalt" sich daraus formt...

Da, wo ich keinen Widerstand verspüre, kann ich im Fluss sein.

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Sonntag, 27. Oktober 2019
Liebe(n)
Die letzten Tage war ich bei einer Ausbildung unterwegs. Ich hab' mir etwas mehr Zeit genommen und vor Beginn des Kurses bin ich in der Stadt, in der die Veranstaltung stattfand, noch etwas spazieren gegangen. Ziellos und mich treiben lassend....

Es war ziemlich früh am Morgen, die meisten Geschäfte waren noch geschlossen. Es war ein schöner Herbstmorgen, ziemlich frisch und auch der Nebel kroch noch durch die Gassen - vereinzelt konnte man das Sonnenlicht schon durchblitzen sehen bzw. seine Strahlen spüren. An einer Ecke war ein kleiner Blumenladen - hier war schon geöffnet - ein paar Aufsteller standen vor dem Laden und im Vorbeischlendern blieb mein Blick an einer Postkarte hängen:





Ich hab' mich schon manchmal mit Menschen über Liebe unterhalten. Jeder hat, wie bei allem, seine eigene Sichtweise, Definition und Vorstellung davon/dazu....
Für mich ist Liebe als erstes die Bereitschaft sich einzulassen, offen zu sein/werden, ein (inneres) JA, zu dem was ist, auch zu dem, was "anders" ist und vielleicht auch nicht mit dem eigenen übereinstimmt. Ich sehe Liebe(n) als eine Fähigkeit, deren Qualität und Tiefe dadurch bestimmt ist, wie weit ich sie bereits entwickelt habe und ihrer fähig ("mächtig") bin. Vorallem in Liebe und mit ihr (auch im Außen) zu sein. Überall dort "erfüllt" sie (mich) und das Gefühl des (inneren) Friedens geht mit ihr Hand in Hand....egal, wo ich gerade bin. Sie ist nichts, was ich von außen "bekomme".



"Meine Liebe" ist nicht abhängig von etwas im Außen, von keinem anderen Menschen, sie kennt kein "wenn - dann", kein "entweder - oder", kein "aber" - sie IST und es ist meine "Aufgabe" ihr den Platz/Raum zu schaffen, an dem sie wirken und sich ausdehnen darf/kann. Es liegt in meiner Verantwortung, zu sehen, wann und warum sie keinen Raum "hat" und sie immer weiter "wachsen" zu lassen....das dafür "erforderliche" mag ich weiterhin "tun"....

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